Der Mansfelder Kreuzigungs-Altar (1518/20)

Sabine und Rüdiger Maier

Der dem Cranachschüler Hans Döring zugeschriebene Mansfelder Altar sowie weitere Werke dieses Meisters wurden mittels der IR-Technik untersucht, die die Unterzeichnung deutlich macht. Die graphische Komposition lässt einen Werkprozess erkennen, der auf die frühe Adaption von Renaissanceformen im mitteldeutschen Raum verweist. Dank der Macro-Infrarot-Reflektographie wird die Unterzeichnung von Bildern sichtbar, die Aufschluss über den meist unbekannten Werkprozess eröffnet. Diesbezügliche Untersuchungen wurden an dem Hans Döring zugeschriebenen Kreuzigungs-Altar (1518/20) in Schloss-Mansfeld und an seinem Elisabet-Francke-Epitaph (Eisleben, 1517) vorgenommen. Döring verwendete Vorlagen, wobei er sich in kopierender oder auch freier Motivumsetzung der zeitgenössischen Graphik beidseitig der Alpen bediente. Auch der Einfluss Dürers und Cranachs zeigt sich bei Döring in einer Durchdringung beider Schulen. Als Referenz für das Werk Dörings wurden die mit HD monogrammierten Grafen- Porträts (Schloss Laubach) herangezogen. Seine Darstellungen zeigen eine deutliche Individualisierung der Frömmigkeit, wobei die reformatorische Sichtweise im Zentrum der Bildaussage steht.

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