Reformation im östlichen Europa – Die böhmischen Länder

Veröffentlicht 8. Juni 2019

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20.-26. Juni 2019, Neues Augusteum, Leipzig: Wanderausstellung Reformation im östlichen Europa – Die böhmischen Länder.

Anlässlich des Gedenkens an die 500 Jahre zurückliegende Leipziger Disputation präsentiert das Deutsche Kulturforum östliches Europa seine Wanderausstellung zur Reformation in den böhmischen Ländern. Um 1400 wandte sich der in Prag wirkende Prediger Jan Hus gegen bestehende kirchliche Missstände und prangerte zum Beispiel den Ablasshandel an. Er kritisierte vieles, was später auch Martin Luther der päpstlichen Kirche vorwerfen sollte. Seine Nachfolger waren die Utraquisten, die das Abendmahl in beiderlei Gestalt (sub utraque specie), also mit Brot und Wein, feierten. Johannes Eck bezeichnete Martin Luther als „Hussiten“ und „böhmischen Ketzer“. Luther entgegnete seinem Kontrahenten während der Leipziger Disputation, bei der auch Utraquisten aus Prag anwesend waren, dass unter den Lehren des auf dem Scheiterhaufen in Konstanz verbrannten Prager Magisters manche „sehr christlich und evangelisch“ seien. Damit vollzog Luther einen öffentlichen Bruch mit der päpstlichen Kurie und musste fürchten, wie Hus zu enden.

 

Reformation im östlichen Europa

 

Die in Zusammenarbeit mit der tschechischen Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder erarbeitete Ausstellung zeigt die zahlreichen Verbindungen zwischen der böhmischen und der deutschen Reformation, etwa die Kontakte zwischen Luther und den sich auf Hus berufenden Böhmischen Brüdern oder die Ausbreitung der Wittenberger Lehre in den nord- und westböhmischen Gebieten.

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Daten

Start
20. Juni 2019

Ende
26. Juni 2019

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