Wanderausstellung Reformation im östlichen Europa – Die böhmischen Länder

Veröffentlicht 28. Mai 2019

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24.5.-16.6.2019 im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in Orlová (Orlau), Tschechien. Eröffnung im Rahmen der Nacht der Kirchen am 24.5.2019, 18 Uhr.

Die Reformation in der Folge des sogenannten Thesenanschlags Martin Luthers an der Wittenberger Schlosskirche 1517 stellt einen der wichtigsten Einschnitte der europäischen Geschichte dar. Doch bereits hundert Jahre vor Luther kritisierte Jan Hus die katholische Kirche, wofür er 1415 auf dem Konstanzer Konzil verbrannt wurde. Auf ihn beriefen sich die Utraquisten und die Böhmischen Brüder, die sich dann auch mit Luther austauschten. Dessen Lehren verbreiteten sich vor allem in Nord- und Westböhmen sowie in Teilen Mährens. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 setzte die Gegenreformation ein. Erst mit den Toleranzpatenten von 1781 konnte der Geheimprotestantismus enden. Nach der Entstehung der Tschechoslowakei 1918 wurde die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder gegründet. Sie wirkte als Kooperationspartner an der Wanderausstellung des Kulturforums mit.

Die tschechisch-deutsche Ausstellung besteht aus zehn reich bebilderten Bannern zu folgenden Themen: Jan Hus, Hussiten, Evangelische Strömungen im 16. Jahrhundert, Hus und Luther, Die Böhmischen Brüder, Lutherische Zentren, Religiöse Vielfalt in Mähren, Gegenreformation, Vom Toleranzpatent 1781 bis zur Republikgründung 1918 sowie 20. Jahrhundert und heute.

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Daten

Start
24. Mai 2019

Ende
16. Juni 2019

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