Die Weihnachtsvision der Brigitta von Schweden

Veröffentlicht 17. Oktober 2018

Zur Übersicht

Bildkunst und Imagination im Wechselspiel. Von Fabian Wolf, veröffentlicht von Schnell und Steiner.

Die Weihnachtsvision der hl. Birgitta von Schweden (1303-1373), einer der bedeutendsten Frauengestalten des späten Mittelalters, traf den Nerv der Zeit. Es war in erster Linie die künstlerische Rezeption ihres Visionsberichtes, die um 1400 einen tiefgreifenden Wandel in der Darstellungsweise der Geburt Christi bewirkte und so entscheidend dazu beitrug, eines der zentralen Themen christlicher Bildkunst neu zu formulieren. Der byzantinische Typus mit liegender Muttergottes wurde abgelöst von der Anbetung des Kindes, welches aufgrund der Beschreibung Birgittas nun nackt und hell leuchtend auf dem Boden gezeigt wurde. Diese mystisch inspirierte Motivgenese stellt ein besonderes Kapitel der Kunstgeschichte dar. Mit vorliegender Fallstudie wird erstmals der gesamte Wandlungsprozess von den Inspirationsquellen Birgittas bis zur Etablierung einer neuen Ikonografie nachvollzogen und als komplexes Wechselspiel zwischen Tradition, Imagination und Verbildlichung erkennbar.

• Der Wandel der Geburt-Christi-Darstellung betrifft ein zentrales Thema der christlichen Bildkunst, war von gesamteuropäischer Tragweite und ist bis heute aus dem kollektiven Bildgedächtnis nicht wegzudenken.
• Die Studie macht ein gut dokumentiertes Beispiel einer durch eine mystische Schau beeinflussten Motivgenese verständlich und arbeitet dabei Prozesse heraus, die auch auf andere Fälle übertragbar sind.

Weiterlesen

Registrieren Sie sich für unseren Newsletter

Name E-Mail

* Vul a.u.b. de getoonde veiligheidscode in:

Wählen Sie den gewünschten Newsletter



Diese Website benutzt sogenannte Cookies, die eine Analyse der Benutzung der Website ermöglichen.

Akzeptieren